Wann erlebst du Erleichterung in deinem Leben? Wie viele Momente des Genusses und der Verzückung hält jeder deiner Tage für dich bereit?
Ich habe mit meiner Familie den wundervollen Beitrag Pipi | Karambolage | ARTE gesehen, der uns sehr inspiriert hat. Es geht darin um den Unterschied zwischen der deutschen und der französischen Sprache bei der Erleichterung beim Toilettengang.
In Deutschland sagen wir: „Ich muss aufs Klo.“
In Frankreich hingegen spricht man von der Lust, aufs Klo zu gehen: „J’ai envie de faire pipi.“
Dieser kleine sprachliche Unterschied hat mich zum Nachdenken gebracht:
Wann denke ich daran, dass ich etwas tun „muss“ – und wie oft vergesse ich, dass ich es auch genießen könnte?
Zumindest bei dieser einen, doch häufigen Tätigkeit habe ich angefangen, den Genuss der Erleichterung in den Vordergrund zu stellen. Ich konzentriere mich weniger auf den Druck oder das Unangenehme, sondern genieße vielmehr das befreiende Gefühl – die Möglichkeit loszulassen. Jeder Toilettengang reinigt mein System und kann mich auch gedanklich befreien. „Ich hab große Lust aufs Klo zu gehen„, sagen wir zuhause jetzt.
Ich erinnere mich auch daran, wie ich früher regelmäßig frühmorgens vor der Arbeit im Freibad war. Das Wasser war eiskalt, und ich sehr empfindlich gegenüber Kälte. Schon damals hat mir geholfen, mich auf das gute Gefühl zu fokussieren: darauf, dass mir nach einer Bahn Kraulen warm sein würde, und darauf, wie die Bewegung mich in einen angenehm tranceartigen Zustand versetzt. Das hat mir den Sprung ins Kalte erleichtert.
Hat dich der Beitrag inspiriert?
Fallen dir Situationen ein, die in deinem Kopf mit den Überschriften „Müssen“ oder „Unangenehm“ versehen sind?
Wie könntest du auch dort mehr Genuss und Erleichterung einladen?
💝 Herzliche Grüße
Deine Wendy



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